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Sorgerechts Kette Hartholz

Die EU-Holzverordnung (EUTR) erfordert ein „Due-Diligence-System“, das lediglich den rechtlichen Ursprung des Holzes nachweist. Eine einfache Aussage des Lieferanten reicht definitiv nicht aus, der EU-Importeur muss untersuchen und sicherstellen, dass das in die EU eingeführte Holz legalen Ursprungs ist. Idealerweise wird diese Konformität mit einer Sorgerechts Kette (Chain of Custody / CoC) erreicht. Im folgenden wird die Sorgerechts Kette von Hardydeck genauer beschrieben:

In der Abbildung sind die 4 Schritte aufgeführt, die den Produktionsprozess von Schnittholz beschreiben:

  1. Alles beginnt mit dem Waldbewirtschaftungsplan, der eine Karte mit allen nummerierten Bäumen und einer zugehörigen Liste der nummerierten Bäume enthält. Dies ist die Konzession und wird außerdem mit einer Kozessionsnummer (in Bolivien ist dies die POAF-Nummer…) genauer beschrieben
  2. Nach der Genehmigung werden die Bäume gefühlt und auf einer Abholzungsstelle protokolliert. Die Abholzungsstelle wird regelmäßig inspiziert und alle Bäume müssen nummeriert werden. Diese Zahlen müssen dem im Wald zurückgelassenen Tritt entsprechen. Bei Inspektionen wird der Durchmessers sowohl vom Stampfer als auch vom Stamm überprüft. Nach Überprüfung und Genehmigung wird ein Transportzertifikat ausgestellt, das während des Transports jederzeit zusammen mit den Baumstämme aufbewahrt werden muss. Das Transportzertifikat enthält die Konzessionsnummer und eine Liste der nummerierten Baumstämme.
  3. Die Baumstämme kommen zusammen mit ihrem Transportzertifikat im Sägewerk an und auch hier finden stichprobenartige Inspektionen statt, bei denen der Stamm der Baum mit seinen Nummern und Durchmessern überprüft wird.
  4. Nach dem Fräsen werden die Baumstämme für Bretter mit einer festen Konvertierung ausgestattet. In Bolivien sind dies 45% von 1m³ Rundholz, während 1m³ Rundholz 424 Brettfuß (bft) entspricht, sodass von jedem 1m³ Rundholz 45% x 424 bft = 190,8 bft gefräst werden. Wenn sich also 100 Stämme und 100.000 bft gesägte Bretter in einer Mühle befinden, müssen Zertifikate für genau dieselben 100 Stämme und eine zusätzliche Menge von 100.000 bft / 190,8 bft = 524m³ Rundholz vorhanden sein.
  5. Für den Export wird das gleiche Transportzertifikat ausgestellt, aus dem die Konzessionsnummer hervorgeht, die die vollständige Rückverfolgbarkeit der exportierten Bretter ermöglicht.

Deshalb: Beim Kauf eines Hardydeck – als Hartholzlieferant und -mühle – verfügt Ihr legaler Herkunftsnachweis über eine einzige Lieferkette. Kein Mittelmann, keine zwielichtigen Mengen von Brettern unterschiedlicher Herkunft; eine einzige Quelle, die nachvollziehbar ist! Daher bietet die Hardydeck-Direktverkaufsstelle nicht nur eine viel bessere Preis- und Qualitätskontrolle, sondern auch eine nachhaltige CoC, durch die legales Holz garantiert wird.